Zuerst kürzen, nicht lesen
Der Stoff für drei Tage ist nicht der ganze Stoff. Nimm Altklausuren, die Übungsblätter und die Folien, auf denen der Dozent länger geblieben ist, und markiere daraus, was tatsächlich geprüft wird. Alles andere fällt weg, und zwar bewusst und schriftlich, damit es nicht nachts wieder auftaucht. Wer diesen Schritt überspringt, verteilt drei Tage gleichmäßig über Stoff, von dem die Hälfte nicht drankommt.
Tag 1: durchgehen und Fragen bauen
Einmal komplett durch das gekürzte Material, aber nicht lesend: aus jedem Abschnitt entstehen Fragen mit kurzer Antwort. Das ist gleichzeitig der erste Durchgang, weil das Formulieren einer Frage schon Verarbeitung ist. Am Ende von Tag 1 steht kein Verständnisgefühl, sondern ein Stapel. Wenn du die Fragen nicht selbst schreiben willst, schreibt WeSolve+ sie in zehn bis zwanzig Sekunden aus deinem PDF oder dem Foto einer Seite.
Tag 2: abfragen und die Fehlerliste bilden
Kompletter Durchgang durch den Stapel, Skript geschlossen. Was nicht kommt, wandert in eine getrennte Liste, und diese Liste ist ab jetzt dein Stoff. Sie ist typischerweise ein Drittel des Stapels und damit das erste Mal eine Menge, die in der verbleibenden Zeit wirklich passt. Abends noch ein zweiter Durchgang, aber nur über die Fehlerliste, nicht über den ganzen Stapel.
Tag 3: zwei kurze Durchgänge, kein neuer Stoff
Morgens die Fehlerliste, nachmittags der ganze Stapel einmal schnell. Neuer Stoff kommt an Tag 3 nicht mehr dazu, auch wenn eine Lücke auffällt: eine am Vortag gelernte Karte hält, eine zwei Stunden vorher gelernte nicht zuverlässig. Der Abstand zwischen den Durchgängen ist der Teil, der die Arbeit macht, und drei Tage geben genau zwei Abstände her.
Was drei Tage nicht können
Verständnis aufbauen, wo keines ist. Wenn ein Fach auf Herleitungen steht und du den Weg nicht kennst, macht ein Kartenstapel die Klausur nicht besser, weil die Aufgabe verändert kommt. In dem Fall gehört der erste Tag an ein leeres Blatt und an zwei bis drei durchgerechnete Altklausuren, nicht an Karten. Drei Tage sind gut für Fakten und knapp für Verfahren.
By Mert Erarslan (Exam prep and subject routes)
Auf dieser Seite verwendete Quellen
Reichen drei Tage wirklich?
Für ein faktenlastiges Fach mit gekürztem Stoff ja, weil drei Tage zwei Abstände zwischen den Durchgängen hergeben. Für ein Fach aus Herleitungen sind sie knapp.
Wie viele Stunden pro Tag?
Vier bis fünf konzentrierte Stunden schlagen acht zerstreute. Der begrenzende Faktor ist an Tag 2 und 3 nicht die Zeit, sondern wie viele Abfragen du noch aufnimmst.
Was, wenn nur ein Tag bleibt?
Dann fällt der Abstand weg, und mit ihm der größte Teil des Effekts. Kürze noch härter, baue Fragen nur zum wahrscheinlichsten Drittel und frage es zweimal ab, morgens und abends.
Soll ich in der Nacht davor noch lernen?
Kurz die Fehlerliste, dann schlafen. Der Schlaf zwischen zwei Durchgängen gehört zur Methode; eine durchgemachte Nacht nimmt am Prüfungstag mehr weg, als sie am Vorabend bringt.
Woher kommen die Fragen?
Aus deinem eigenen Material: PDF, Skript oder das Foto einer handgeschriebenen Seite werden zu Fragen mit Erklärung. Sie kommen damit aus deinem Stoff und nicht aus einer fremden Sammlung.
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-15 · Mit KI-Unterstützung geschrieben und vor der Veröffentlichung geprüft.
